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Eingemeindungen
Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Iserlohner Stadtgebiet immer wieder erweitert. Am 17. Januar 1883 sowie am 1. Dezember 1890 kamen Teile von Lössel hinzu. Teile von Calle und Oestrich wurden zum 1. August 1929, der Kuhlo und das westliche Dröscheder Feld als weitere Oestricher Gebiete zum 1. April 1941 eingemeindet. Auch zu Oestrich gehörten Iserlohner Heide, Gerlingsen und Hombruch, die seit dem 1. Oktober 1956 Teil der Stadt Iserlohn sind. Zum 1. April 1971 erfolgte eine Gebietsvergrößerung durch ein Waldgebiet nördlich von Hombruch / östlich des Refflingser Bachs und ein Flurstück im Bereich „Vorm Heu“ (beide von Letmathe).
Durch die Gebietsreform wurde zum 1. Januar 1975 das Stadtgebiet mit Hennen und Letmathe, Teilen von Hemer (Griesenbrauck und Bilveringsen), Ihmert, Kesbern und Sümmern (außer Ostsümmern, das zur Stadt Menden kam) zur neuen Stadt Iserlohn zusammengeführt.
Einwohnerentwicklung
Mit Beginn der Industrialisierung beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum in Iserlohn. Lebten 1820 erst 5.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 27.000. Durch den Zusammenschluss mit der Stadt Letmathe (28.718 Einwohner 1974) und weiterer Orte stieg die Einwohnerzahl von 56.000 im Jahre 1974 auf 97.000 am 1. Januar 1975.
1996 erreichte die Bevölkerungszahl zum Stichtag 31. Dezember mit 99.802 ihren Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Iserlohn nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 97.478 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1820 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren
Jahr Einwohner
1700 ca. 1.900 [11]
1743 ca. 4.300 [11]
1765 4.001
1798 4.449
1820 5.308
1. Dezember 1831 ¹ 8.095
1. Dezember 1840 ¹ 10.311
3. Dezember 1843 ¹ 10.700
3. Dezember 1855 ¹ 13.429
3. Dezember 1858 ¹ 13.535
3. Dezember 1861 ¹ 14.600
3. Dezember 1864 ¹ 14.900
Jahr Einwohner
3. Dezember 1867 ¹ 15.341
1. Dezember 1871 ¹ 15.763
1. Dezember 1875 ¹ 16.800
1. Dezember 1880 ¹ 18.600
1. Dezember 1885 ¹ 20.102
1. Dezember 1890 ¹ 22.117
2. Dezember 1895 ¹ 24.722
1. Dezember 1900 ¹ 27.265
1. Dezember 1905 ¹ 29.590
1. Dezember 1910 ¹ 31.274
1. Dezember 1916 ¹ 25.255
5. Dezember 1917 ¹ 25.469
Jahr Einwohner
8. Oktober 1919 ¹ 29.263
16. Juni 1925 ¹ 30.915
16. Juni 1933 ¹ 34.272
17. Mai 1939 ¹ 38.457
31. Dezember 1945 41.414
29. Oktober 1946 ¹ 42.216
13. September 1950 ¹ 46.221
25. September 1956 ¹ 50.912
6. Juni 1961 ¹ 55.257
31. Dezember 1965 58.860
27. Mai 1970 ¹ 57.577
31. Dezember 1975 ² 96.174
Jahr Einwohner
31. Dezember 1980 ² 93.823
31. Dezember 1985 ² 89.539
25. Mai 1987 ¹ 92.183
31. Dezember 1990 ² 96.314
31. Dezember 1995 ² 99.341
31. Dezember 2000 ² 98.790
31. Dezember 2004 ² 97.728
31. Dezember 2005 ² 97.285
31. Dezember 2006 ² 96.546
31. Dezember 2007 ² 96.112
31. Dezember 2008 ² 95.598
¹ Volkszählungsergebnis
² Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW
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